Drei Schirmherren, ein gemeinsames Ja
Die eco media days 2026 stehen unter der Schirmherrschaft von Nathanael Liminski, Medienminister des Landes Nordrhein-Westfalen, und der Oberbürgermeister zweier Städte, die für dieses Projekt zusammengehören: Torsten Burmester für Köln, wo wir im Oktober vier Tage lang zusammenkommen und Thomas Kufen für Essen, wo die Junge Presse seit über dreißig Jahren ihren Sitz hat.
Eine Schirmherrschaft ist kein Fördervertrag. Sie ist ein öffentliches Ja – zu einer Veranstaltung, deren Themen, Programm und Orte von jungen Menschen selbst ausgesucht wurden und zu der Idee, dass über Umwelt, Medien und Demokratie nicht nur gesprochen, sondern berichtet wird. Dass die eco media days in das Jahr fallen, in dem die Junge Presse 75 wird, klingt in allen drei Grußworten an. Hier stehen sie im Wortlaut.
Nathanael Liminski
Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
Foto: Land NRW, Ralph Sondermann
Journalismus braucht junge Stimmen!
75 Jahre „Junge Presse“ – dazu gratuliere ich euch im Namen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ganz herzlich!
75 Jahre, in denen ihr jungen Menschen die Möglichkeit gebt, ihre Themen selbst in die Hand zu nehmen, Fragen zu stellen und ihre Perspektive einzubringen. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft ist das wichtig: Wir brauchen die Sichtweisen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen – auf das, was sie bewegt, was sie verändern wollen und wie sie unsere Zukunft sehen.
Eine Schülerzeitung ist dafür ein großartiges Lernfeld. Ihr lernt, Themen zu finden, Fakten zu recherchieren, Informationen zu prüfen und sie verständlich darzustellen. Und ihr lernt, Verantwortung für das zu übernehmen, was ihr veröffentlicht. Das sind Fähigkeiten, die nicht nur für Journalismus wichtig sind, sondern für das ganze Leben.
Auch die Eco Media Days sind ein tolles Beispiel dafür, wie ihr junge Menschen an Journalismus und wichtige Zukunftsthemen heranführt. Ihr könnt euch informieren, nachfragen, selbst recherchieren und eure eigenen Beiträge entwickeln. So entsteht aus Interesse echte journalistische Erfahrung.
Vielleicht begeistert sich dabei die eine oder der andere von euch so sehr für das Recherchieren, Schreiben und Fragenstellen, dass daraus später ein Weg in den Journalismus wird. Das würde mich sehr freuen. Denn wir brauchen eure Stimmen und eure Perspektiven – ganz gleich, ob ihr später über internationale Entwicklungen berichtet oder über das, was in eurer Stadt passiert.
Journalismus selbst verändert sich. Die Digitalisierung hat das Berufsbild in den vergangenen Jahren stark verändert. Gleichzeitig bietet sie neue Möglichkeiten: Noch nie war es so einfach, eigene Themen sichtbar zu machen und Menschen zu erreichen.
Aber ganz gleich, ob ihr später im Journalismus arbeitet oder einen anderen Weg einschlagt: Was ihr hier lernt, bleibt wertvoll. Fakten recherchieren. Fakten prüfen. Fakten verständlich darstellen. Damit schafft ihr die Grundlage dafür, dass andere sich eine eigene Meinung bilden können.
Genau das braucht eine lebendige Demokratie. Eine freie und vielfältige Presse ist ein wichtiger Pfeiler unserer Gesellschaft – und junge Menschen sind ein wichtiger Teil ihrer Zukunft.
Danke an die „Junge Presse“ für 75 Jahre Engagement, für eure Ideen und für die vielen Möglichkeiten, die ihr jungen Menschen gebt.
Torsten Burmester
Oberbürgermeister der Stadt Köln
Foto: Maximilian König
Liebe Teilnehmende,
liebe Engagierte der Jungen Presse,
herzlich willkommen zu den eco media days 2026 in Köln! Als Oberbürgermeister und Schirmherr freue ich mich sehr, dass so viele junge Medieninteressierte aus ganz Deutschland für vier Tage in unserer Stadt zusammenkommen.
Die Junge Presse öffnet jungen Menschen seit 75 Jahren Wege in den Journalismus und in die Medienwelt. Zu diesem besonderen Jubiläum gratuliere ich herzlich. Hinter dieser Erfolgsgeschichte stehen viele Generationen ehrenamtlich Engagierter, die Wissen weitergegeben, Freiräume geschaffen und junge Stimmen gestärkt haben.
Köln gehört zu den prägenden Medienstandorten Deutschlands. Hier arbeiten große Medienhäuser, Redaktionen, Produktionsunternehmen und viele Kreative. Doch die Zukunft eines Medienstandorts entscheidet sich nicht allein an Technik, Reichweite oder neuen Formaten. Sie hängt vor allem von Menschen ab, die neugierig bleiben, gründlich recherchieren, kritisch nachfragen und verantwortungsvoll berichten. Deshalb ist die Förderung des journalistischen Nachwuchses auch eine wichtige Zukunftsfrage für Köln.
Die eco media days verbinden Medien, Umwelt und Demokratie. Diese Verbindung ist hochaktuell: Umwelt- und Gesellschaftsthemen sind häufig komplex, umstritten und von unterschiedlichen Interessen geprägt. Guter Journalismus kann Orientierung geben, Fakten prüfen und Räume für eine faire Debatte schaffen. Medienkompetenz ist deshalb immer auch demokratische Kompetenz.
Besonders beeindruckt mich, wie viel Eigeninitiative in diesen eco media days steckt. Sie haben die Themen, das Programm und die Veranstaltungsorte selbst ausgewählt und diese Convention eigenständig gestaltet. Damit zeigen Sie: Beteiligung wird dort lebendig, wo junge Menschen Verantwortung übernehmen und das Vertrauen erhalten, ihre eigenen Ideen umzusetzen.
Ich wünsche allen Teilnehmenden spannende Workshops, anregende Begegnungen und viele neue Perspektiven. Nutzen Sie die Tage in Köln, um voneinander zu lernen, Kontakte zu knüpfen und den eigenen journalistischen Weg weiterzugehen. Den Organisatorinnen und Organisatoren danke ich herzlich für ihr Engagement und wünsche den eco media days 2026 einen erfolgreichen Verlauf.
Torsten Burmester
Oberbürgermeister der Stadt Köln
Thomas Kufen
Oberbürgermeister der Stadt Essen
Foto: Sven Lorenz
75 Jahre Junge Presse – zu diesem besonderen Jubiläum gratuliere ich im Namen der Stadt Essen und persönlich ganz herzlich!
Seit einem Dreivierteljahrhundert steht die Junge Presse für engagierten Journalismus, Medienkompetenz und die Förderung junger Menschen, die sich einmischen und ihre Perspektiven in die öffentliche Debatte einbringen. Als ältester bundesweit tätiger Jugendpresseverband Deutschlands hat sie dabei Mediengeschichte mitgeschrieben.
Besonders freut mich, dass diese Geschichte seit mehr als 30 Jahren eng mit unserer Stadt verbunden ist. Von Essen aus fördert die Junge Presse bundesweit journalistischen Nachwuchs. Damit ist sie auch ein Stück Essener Beitrag zu einer vielfältigen und lebendigen Medienlandschaft.
Wie wichtig und zukunftsorientiert diese Arbeit ist, zeigt auch das Umweltjournalismus-Projekt, für das die Junge Presse 2025 mit dem Klimaschutzpreis der Stadt Essen ausgezeichnet wurde. Dass dieses Projekt darüber hinaus im Rahmen des UNESCO-Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)“ gewürdigt wurde, unterstreicht seine Qualität.
Nicht unerwähnt bleiben soll die Verankerung der Pressefreiheit im nordrhein-westfälischen Schulgesetz im Jahr 1994. Sie war von der Jungen Presse maßgeblich begleitet worden. Damit hat der Verband gezeigt, dass junge Menschen ihre Interessen selbstbewusst vertreten können.
Genau darin liegt bis heute eine besondere Stärke der Jungen Presse: Sie wird von jungen Menschen selbst getragen und geführt. Das zeigt sich auch bei den eco media days, deren Konzept, Programm und Ortsauswahl vollständig aus der Feder der Jugendlichen stammen.
Ich danke allen, die die Junge Presse über 75 Jahre geprägt, unterstützt und weiterentwickelt haben. Für die Zukunft wünsche ich dem Verband weiterhin Mut, kritischen Geist, gute Ideen und viele junge Menschen, die mit journalistischer Leidenschaft unsere Gesellschaft mitgestalten.
Herzlichen Glückwunsch zum 75-jährigen Bestehen – und weiterhin viel Erfolg für die nächsten 75 Jahre!
Ihr
Thomas Kufen
Oberbürgermeister der Stadt Essen